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Gemeinde Vrin


Vrin war bis am 31. Dezember 2012 eine politische Gemeinde in der Val Lumnezia im Bezirk Surselva im Kanton Graubünden in der Schweiz. Das Dorf liegt ca. 21 km von Ilanz entfernt.
Am 1. Januar 2013 fusionierte sie mit den Gemeinden Cumbel, Degen, Lumbrein, Morissen, Suraua, Vignogn und Vella zur neuen Gemeinde Lumnezia.

 
   
Wappen der Gemeinde Vrin
Blasonierung: In Rot ein silbernes (weisses) Agnus Dei (Gotteslamm), ein goldenes (gelbes) Kreuz tragend, überhöht von einem goldenen, sechsstrahligen Stern. Die Figuren weisen auf das Doppelpatrozinium der Pfarrkirche hin: das Gotteslamm auf Johannes den Täufer und der Stern auf Maria.
 
 
Modellprojekt
Der Ort, der über das gesamte 20. Jahrhundert hinweg Einwohner verloren hatte, wurde in den 1980er und 1990er Jahren zu einem Modellprojekt der Stiftung Pro Vrin, der Gemeinde/Gemeindebehörde, der Meliorationsgenossenschaft, der kantonalen Denkmalpflege und der ETH Zürich für die Stärkung dörflicher Infrastruktur und Wiederansiedlung.
Die Einwohner kauften Anfang der achtziger Jahre alles freie Bauland auf und entzogen den Ort damit jeglicher Spekulation. Wiesen wurden im Verhältnis 1:5 zusammengelegt, ein Metzger angesiedelt, eine Genossenschaft gegründet. Mehrere Gebäude, die meisten als Blockhaus aus Holz in Strickbauweise, wurden neu gebaut. Der Ort und das Projekt findet überregional Beachtung, da das Problem der Landflucht weltweit bedeutend ist.

1998 erhielt Vrin den Wakkerpreis für Dorferneuerung ("für die sorgfältige Integration neuer landwirtschaftlicher Ökonomiegebäude ins Dorfbild"). Der Vriner Bauernsohn und Architekt Gion A. Caminada erstellte in Vrin eine Reihe von Gebäuden, die die Tradition des Holzbaus weiterentwickeln wie das neue Gemeindehaus und -halle, die Telefonkabine bei der Post, die Metzgerei und die Totenstube unterhalb der Kirche.
Gemäss Volkszählung 2000 ist Vrin eine der wenigen Bündner ehemaligen Gemeinden, in der praktisch alle Einwohner Rätoromanisch sprechen: 99 % als gesprochene Sprache, bzw. 96 % als Hauptsprache (nur 4 % Deutsch). Die ehemalige Gemeinde lebt heute von Bundessubventionen, subventionierter Landwirtschaft, Kleingewerbe und Tourismus. Aus Vrin stammt das Märchen vom Mann von Salischina.

 

Gemeinde Vrin

 

   
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Surselva
Kreis: Lumnezia/Lugnez
BFS-Nr.: Lumnezia
Postleitzahl: 7149
Koordinaten: 46° 39′18″N, 9° 6′0″
Höhe: 1'448 m ü. M.
Fläche: 71.25 km²
Einwohner: 242 (31. Dezember 2012)
Einwohnerdichte: 3 Einw. pro km²
Website: www.vrin.ch
 

 

 

 

Romontsch Sursilvan
Lehrprogramme Romontsch Sursilvan
Ehemaliges Verbreitungsgebiet der einzelnen romanischen Idiome im Kanton Graubünden. Surselvisch (auch Oberländisch, rätoromanisch Sursilvan) ist ein rätoromanisches Idiom und wird im Surselva-Tal im Kanton Graubünden gesprochen, also im Vorderrheintal ab Flims/Flem bis zu den Kantonsgrenzen hinauf.
Das nächstverwandte Idiom ist das sich östlich anschliessende Sutsilvan. Ein Subdialekt des Sursilvan mit einigen Eigentümlichkeiten ist das Tuatschin
 

Vokabeltrainer
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